Die Lessing-Akademie wurde 1971, - beflügelt vom genius loci der letzten Arbeitsstätte Lessings - in Wolfenbüttel gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern zählten - um nur einige zu nennen: Dr. Max Plaut (erster Präsident), Professor Paul Raabe (damals Direktor der Herzog August Bibliothek), Professor Karl Heinrich Rengstorf, Dr. Günter Schulz (der lange Zeit das Amt eines Generalsekretärs der Lessing-Akademie bekleidete) und der damalige Wolfenbütteler Bürgermeister Ernst August Schütze.

Die Eintragung ins Vereinsregister erfolgte am 12. Mai 1971. Damit war ein institutioneller Rahmen für eine Aufgabe geschaffen, die als wissenschaftliches Desiderat und historische Verpflichtung erkannt war: dem geistigen Erbe Lessings und der deutschen Aufklärung eine Stätte der Forschung, der Dokumentation und der Fortentwicklung zu schaffen. Neben die Lessing-und die Aufklärungs-Forschung ist im Verlauf der Geschichte der Akademie ein dritter Schwerpunkt getreten: die Sozial- und Kulturgeschichte des deutschen Judentums, besonders im 18. und 19. Jahrhundert.

Das Erbe der Aufklärung zu pflegen, bedeutet zugleich, den oft bedrohten und mißachteten Gedanken der Toleranz und der Humanität im Bewußtsein der Öffentlichkeit wachzuhalten und für die Zukunft einer freien Gesellschaft zu bewahren. Dieses ideelle Ziel soll von der Basis sachlicher Arbeit aus angestrebt werden.

Die Lessing-Akademie stellt ihre Arbeit öffentlich dar in der Form von wissenschaftlichen Konferenzen, Vorträgen und Ausstellungen und durch die Herausgabe von Texten: größeren Fachpublikationen, Katalogen und kleinen Schriften (s. Publikationen). Der wissenschaftliche Arbeitsbereich wird ergänzt durch Veranstaltungen, die einen weiteren Kreis ansprechen wie Autorenlesungen, szenische Darbietungen, Filme, Lesungen aus Texten des 18. Jahrhunderts. Inzwischen stellt natürlich auch für die Lessing-Akademie das Internet eine neue Form der Publikation und der Kommunikation dar.

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